Gleich zu Beginn dieses Blogeintrags möchte ich euch kurz in Stichpunkten auflisten, wie ich Accra wahrgenommen habe:
- viel zu viele Obrunis aber auch Ghanaer in ihren teuren Autos
- Anonymität
- zwei völlig unterschiedliche Welten, die aufeinander stoßen. Auf der einen Seite das Ghana, das ich auch aus Asikuma kenne und auf der anderen Seite das Ghana, in dem die Reichen in ihren Goldkäfigen leben
Nun zum Ablauf: freitagmorgens gegen 9 nahmen Lena und ich ein Trotro Richtung Accra. Dort sind wir dann im Stadtteil Osu in einem Hostelzimmer (für 3 Euro die Nacht) untergekommen, haben uns mit Lisa getroffen um uns dann zu dritt nach 2 Monaten endlich mal wieder richtig „europäisches Essen“ zu gönnen: Pizza und dazu Cola in einem richtigen Restaurant. Es war zwar sündhaft teuer, aber das haben wir uns jetzt einfach mal gegönnt, wenn wir schon in Accra sind
Anschließend haben wir noch einen europäischen Supermarkt besucht. Die Preise waren zwar viiiiiel zu hoch für unser Freiwilligenbudget, doch irgendwie wars auch einfach schön vor Dingen wie einem Stück Käse zu stehen und davon zu träumen ihn essen zu können (für 7 Euro pro 100g leider unmöglich!)
Was mir in dem Laden und vor allem auch vor dem Laden aufgefallen ist, war das Klientel. Fast nur Weiße, die in ihren fetten Karossen (von Landrover über Porsche war alles dabei!)
vor gefahren kommen, nur um dann in einem Supermarkt einkaufen zu gehen, in dem es europäische Produkte für den dreifachen Preis gibt. Und selbst Früchte, die es am Straßenrand für ein viertel des Preises zu kaufen gibt, lagen bei den Leuten im Einkaufswagen.
Es kam mir echt so vor, als würden sie nur dort einkaufen gehen, um ein gewisses Image zu pflegen.
Warum lebt man in einem Land wie Ghana, nur um sich völlig zu isolieren und in einem selbst erbauten Europa zu leben?
Kein Wunder, dass einen hier alle Obruni nennen, wenn sie solche Weißen nur hinter abgedunkelten Scheiben eines BMW X5 zu sehen bekommen.
Nun aber wieder zurück zu den schönen Dingen des Tages. Nach dem Supermarktbesuch waren wir in einem Fairtrade Laden, der es uns so angetan hat, dass wir uns fest vorgenommen haben, diesen im Laufe des Jahres noch einmal zu besuchen. Ich habe mir dort einen Weihnachtsengel für mein Zimmer gekauft, sodass ich wenigstens ein bisschen an Weihnachten erinnert werde (obwohl, ich habe ja auch noch meinen Adventskalender).
Anschließend sind wir noch in eine Gospel Kirche eingeladen worden und ich muss sagen, dass das mit das Tollste war, was ich bisher in Ghana gesehen habe.
Alle Leute in dem Saal haben zum Gesang des Gospelchors getanzt und mitgesungen. Es war eine fantastische Stimmung!
Nachdem wir uns von den Leuten dort verabschiedet hatten und den Abend dann eigentlich nur noch in einer Bar ausklingen lassen wollten, ist mir Tollpatsch ein kleines Missgeschick passiert.
Hier in Ghana befinden sind an den Straßenrändern immer so genannte Gutter. Das sind 50 cm tiefe Abflussrinnen, in denen sich halt jeglicher Dreck, der am Tag so anfällt, ansammelt.
Wie gesagt es war dunkel, ich habe nicht aufgepasst und schwups lag ich im Gutter.
Eine sehr unangenehme Angelegenheit sag ich euch! Vor allem weil ich nun als Andenken eine schöne Wunde am Schienbein trage!
Naja immerhin habe ich Lena und Lisa dadurch zum Lachen bringen können
Wir haben es dann aber noch in eine Bar geschafft und später sind dann auch noch Philipp,Jannick und Vicktor (der wieder frisch aus Deutschland gelandet war) zu uns gestoßen und es war echt noch ein schöner Abend!
Am nächsten Morgen (6.11) sind wir zum Souvenirmarket gefahren und waren das erste Mal seit unserer Ankunft in Ghana so richtig shoppen! Ich habe das echt vermisst!
Nun bin ich um einen Haufen Ohrringe, Ketten und noch vieles mehr reicher
Danach ging es zur Accra Mall und es spielte sich wieder die gleiche Szenerie wie in dem europäischen Supermarkt ab, nur eine Dimension größer. Ich hatte echt einen kleinen Kulturschock! Und mir ist auf alle Fälle bewusst geworden, dass ich nicht in Accra leben und arbeiten wollte und sehr froh bin, in Breman Asikuma gelandet zu sein.
Lisa, Lena und ich waren richtig erleichtert, als wir die Mall wieder verlassen konnten und an der Trotrostation angekommen waren, wo wir wieder auf „normale“ Menschen trafen.
Am Abend haben wir uns dann mit Fabio, einem Freiwilligen aus Accra getroffen, mit dem wir erst in einer Bar etwas trinken waren, um dann später auf einer Reggaeparty zu landen. Es war eine willkommene Abwechslung nach so langer Zeit abends mal wieder richtig wegzugehen und nicht schon um 8 todmüde ins Bett zu fallen
Sonntag in der Früh haben wir dann wieder unseren Heimweg (3 Stunden hats gedauert) angetreten.
Als Resultat kann ich sagen, dass es eine nette Abwechslung war ein paar Tage in Accra zu verbringen, vor allem wegen der leckeren Pizza und den vielen Bars und Discotheken
Doch ich war auch sehr froh, als wir wieder „zu Hause“ ankamen und ich wollte im Leben nicht mit einem von den anderen Accra Freiwilligen tauschen. Dafür gefällt es mir hier einfach viel zu gut und mich würden diese ständigen Gegensätze zu sehr belasten!
Donnerstag, 11. November 2010
Wochenberichte
Am besten ich starte mit einem chronologischen Abriss der letzten zwei Wochen.
In der Zeit vom 25.10-29.10 waren Lena und ich vormittags meistens in der Bücherei um ihr den letzten Schliff zu verpassen. Denn wir haben uns ja fest vorgenommen sie zum 1.11 zu eröffnen. Ich hoffe wirklich sehr, dass dieses Angebot von den Kindern genutzt wird, denn es steckt bereits jetzt viel Arbeit & Herzblut in der ganzen Sache.
Neben der Bücherei haben wir uns noch den St. Martinvorbereitungen gewidmet. Wir wollen nämlich mit Klasse 3-6 ein kleines St. Martinsfest am 11.11 feiern. In meinen Augen ist das echt eine gute Idee, da die Kinder dadurch etwas Kleines von der deutschen Kultur kennen lernen und wir dadurch indirekt den interkulturellen Austausch fördern.
Wir setzen unseren Plan in die Tat um, indem wir mit der 3. Klasse Laternen basteln, das Lied „Ich gehe mit meiner Laterne“ einstudieren und ihnen natürlich allen die Geschichte vom heiligen St. Martin erklären.
Ich bin so stolz auf unsere 6. Klasse, denn sie können bereits nach 2 Stunden schon das Lied und immer wenn ich über den Schulhof laufe höre ich von irgendwoher Kinderstimmen, die Ausschnitte aus dem Lied grölen
Für den 11.11 haben wir alle Schüler von Klasse 3-6 am Abend eingeladen, um mit ihnen bei Lagerfeuer und Kerzen- bzw. Laternenschein über den Schulhof zu laufen und „Ich gehe mit meiner Laterne“ zu singen. Dazu wird es als kleine Belohnung Kinderpunsch geben.
Ich hoffe dass unsere Kids zahlreich erscheinen.
Dienstags den 26.10 sind wir direkt nach der letzten Creative Art Stunde (13:00 Uhr) nach Mankessim auf den Markt gefahren um pleeeeeeeenty things zu erledigen
Der Markt in Mankessim ist riesig, eigentlich besteht ganz Mankessim nur aus Markt. Ich glaube, dass ich das bereits in einem früheren Blogeintrag erwähnt hatte.
Auf dem Markt konnten wir viele Dinge besorgen, die wir in unserem Örtchen nicht erhalten oder die bei uns teurer sind.
Wie z.B. Zitronen, Hibiskusblüten (um Saft selbst zu machen), Cappuccino Pulver und und und.
Auf dem Markt habe ich dann auch zum ersten Mal in meinem Leben & hier in Ghana getrocknete Chamäleons gesehen. Leider war das Englisch der Verkäuferin nicht gut genug, um mir zu erklären für was man die denn verwendet.
Wir haben uns dann noch kurz mit Viola, Tobias und Julia, die in Mankessim wohnen getroffen und sind danach mit voll gepackten Taschen glücklich und zufrieden wieder nach Hause gefahren
Bevor ich es vergesse: An diesem Dienstag haben wir von einem Großvater zweier Schüler Kekse und Cola als Dankeschön, dass wir hier sind, geschenkt bekommen. Ich war total gerührt und habe mich sehr darüber gefreut. Es gibt einfach so liebe Menschen hier, deren Herzlichkeit mich einfach überwältigt!
Mittwochs war dann mal wieder Kochen mit der Ajumako Crew angesagt. Lena und ich servierten als Gastgeber Riceballs mit Groundnutsoup (Reisbällchen mit Erdnusssoße) und es war natürlich köstlich Wenn ich wieder in Deutschland bin, werde ich dieses Gericht für die ganze Family an meinem Geburtstag kochen. Ihr Lieben zu Hause könnt euch schon mal drauf freuen!
Donnerstags wurde dann schon wieder gekocht. Diesmal aber mit Lawrence. Es gab Tomato Stew mit Reis. Wieder einmal ging ein schöner Abend zu Ende und mir fällt auf, dass die Zeit gerade nur so davon rennt
Doch ich habe mich auch etwas über die deutschen Behörden geärgert. Lawrence erzählte uns von seinem geplanten Besuch seiner Freundin in Deutschland. Für ihn gestaltet sich der Plan jedoch sehr kompliziert. Obwohl er das Geld hätte um Flug und Nebenkosten zu finanzieren, muss er laut deutschen Vorschriften noch unzählige andere Dinge wie z.B. einen Deutsch-Test ableisten. Ich kann das einfach nicht verstehen. Warum darf ich als deutsche Staatsbürgerin ohne jegliche Schwierigkeiten nach Ghana einreisen, ein Ghanaer jedoch nicht unter den gleichen Bedingungen nach Deutschland? Ist das gerecht?
Das Wochenende habe ich alleine in Asikuma verbracht. Freitags war Lena noch zu Hause und wir haben mit unserer neuen Mitbewohnerin Judith DVD geschaut und uns für den folgenden Dienstag zum Kochen verabredet. Samstags morgens ist Lena vereist und ich habe die Zeit zum skypen, Filme schauen, lesen und zum Nichtstun genutzt
Montag den 1.11 haben wir dann unsren Plan in die Tat umgesetzt und die Türen der Bücherei geöffnet. Doch leider war der erste Tag das reinste Chaos.
Die erste Büchereistunde hatten wir mit unserer „Lieblingsklasse“ Stage 4. Es war schon eine Kunst die 24 Schüler in den zwei Miniräumen der Bücherei unterzubringen und dann hat der Rest der Stunde auch ganz und gar nicht funktioniert.
Jeder wollte ständig nur sein Buch tauschen, die ersten Seiten wurden eingerissen und keiner hat sich wirklich hingesetzt und gelesen.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass 90 % der Kinder gar nicht richtig lesen können.
Wir haben ihnen zwar fürs erste erlaubt 2 Bücher für 2 Wochen auszuleihen, doch Lena und ich werden das komplette Büchereisystem umstrukturieren.
Mit Klasse 1& 2 werden wir die Bücherei gar nicht erst besuchen, da es einfach zu viele Schüler für die zwei kleinen Räume sind. Wir nehmen dann altersgerechte Bücher mit in die Klassensäle und lesen ihnen aus den Büchern vor.
Von Klasse 3-5 nutzen wir die Zeit in der Bücherei für Leseübungen, das heißt im Klartext: Üben wir man richtig liest!
Wir müssen wirklich bei den Basics beginnen! Nur mit Klasse 6 können wir die Stunde so gestalten, dass sie sich selbstständig ein Buch ihrer Wahl aussuchen, dieses während der Stunde lesen und dann die Möglichkeit haben es auszuleihen.
Ansonsten haben wir auch noch alle Hände voll mit unseren St. Martinsvorbereitungen zu tun. Dazu kommt, dass wir alle Freitagstunden auf die anderen Wochentage verlegen mussten, da wir am Freitag in der Früh nach Accra fahren werden. Unser erstes Wochenende in der Hauptstadt - ich bin gespannt
Dienstags haben wir mit Judith gekocht. Es gab Gardenegg Stew mit Reis, total lecker sag ich euch! Und Judith ist echt eine ganz Liebe. Ich denke, dass wir jetzt öfters was mit ihr unternehmen werden.
Mittwochs sind wir nach Ajumako zum Kochen gefahren. Da die vierer Crew das Wochenende zuvor in Accra war und dies nun für uns auf dem Plan stand, haben wir sie ausgefragt was wie und wo wir auf alle Fälle hingehen sollen. Gegen 7 sind wir dann mit einem Sharetaxi wieder zurück nach Asikuma gefahren. Lena und ich saßen zu zweit auf dem Beifahrersitz und ich hatte das Glück ständig den Schalthebel vom Driver in den Oberschenkel gedrückt zu bekommen!
Donnerstag war dann eher unspektakulär und somit komme ich gleich zum Wochenende.
Es stand endlich mal ein Besuch der Hauptstadt Accra auf dem Plan.
Da an diesem Wochenende sooo viele Eindrücke auf mich eingeprasselt sind, werde ich Accra einen eigenen Blogeintrag widmen.
In der Zeit vom 25.10-29.10 waren Lena und ich vormittags meistens in der Bücherei um ihr den letzten Schliff zu verpassen. Denn wir haben uns ja fest vorgenommen sie zum 1.11 zu eröffnen. Ich hoffe wirklich sehr, dass dieses Angebot von den Kindern genutzt wird, denn es steckt bereits jetzt viel Arbeit & Herzblut in der ganzen Sache.
Neben der Bücherei haben wir uns noch den St. Martinvorbereitungen gewidmet. Wir wollen nämlich mit Klasse 3-6 ein kleines St. Martinsfest am 11.11 feiern. In meinen Augen ist das echt eine gute Idee, da die Kinder dadurch etwas Kleines von der deutschen Kultur kennen lernen und wir dadurch indirekt den interkulturellen Austausch fördern.
Wir setzen unseren Plan in die Tat um, indem wir mit der 3. Klasse Laternen basteln, das Lied „Ich gehe mit meiner Laterne“ einstudieren und ihnen natürlich allen die Geschichte vom heiligen St. Martin erklären.
Ich bin so stolz auf unsere 6. Klasse, denn sie können bereits nach 2 Stunden schon das Lied und immer wenn ich über den Schulhof laufe höre ich von irgendwoher Kinderstimmen, die Ausschnitte aus dem Lied grölen
Für den 11.11 haben wir alle Schüler von Klasse 3-6 am Abend eingeladen, um mit ihnen bei Lagerfeuer und Kerzen- bzw. Laternenschein über den Schulhof zu laufen und „Ich gehe mit meiner Laterne“ zu singen. Dazu wird es als kleine Belohnung Kinderpunsch geben.
Ich hoffe dass unsere Kids zahlreich erscheinen.
Dienstags den 26.10 sind wir direkt nach der letzten Creative Art Stunde (13:00 Uhr) nach Mankessim auf den Markt gefahren um pleeeeeeeenty things zu erledigen
Der Markt in Mankessim ist riesig, eigentlich besteht ganz Mankessim nur aus Markt. Ich glaube, dass ich das bereits in einem früheren Blogeintrag erwähnt hatte.
Auf dem Markt konnten wir viele Dinge besorgen, die wir in unserem Örtchen nicht erhalten oder die bei uns teurer sind.
Wie z.B. Zitronen, Hibiskusblüten (um Saft selbst zu machen), Cappuccino Pulver und und und.
Auf dem Markt habe ich dann auch zum ersten Mal in meinem Leben & hier in Ghana getrocknete Chamäleons gesehen. Leider war das Englisch der Verkäuferin nicht gut genug, um mir zu erklären für was man die denn verwendet.
Wir haben uns dann noch kurz mit Viola, Tobias und Julia, die in Mankessim wohnen getroffen und sind danach mit voll gepackten Taschen glücklich und zufrieden wieder nach Hause gefahren
Bevor ich es vergesse: An diesem Dienstag haben wir von einem Großvater zweier Schüler Kekse und Cola als Dankeschön, dass wir hier sind, geschenkt bekommen. Ich war total gerührt und habe mich sehr darüber gefreut. Es gibt einfach so liebe Menschen hier, deren Herzlichkeit mich einfach überwältigt!
Mittwochs war dann mal wieder Kochen mit der Ajumako Crew angesagt. Lena und ich servierten als Gastgeber Riceballs mit Groundnutsoup (Reisbällchen mit Erdnusssoße) und es war natürlich köstlich Wenn ich wieder in Deutschland bin, werde ich dieses Gericht für die ganze Family an meinem Geburtstag kochen. Ihr Lieben zu Hause könnt euch schon mal drauf freuen!
Donnerstags wurde dann schon wieder gekocht. Diesmal aber mit Lawrence. Es gab Tomato Stew mit Reis. Wieder einmal ging ein schöner Abend zu Ende und mir fällt auf, dass die Zeit gerade nur so davon rennt
Doch ich habe mich auch etwas über die deutschen Behörden geärgert. Lawrence erzählte uns von seinem geplanten Besuch seiner Freundin in Deutschland. Für ihn gestaltet sich der Plan jedoch sehr kompliziert. Obwohl er das Geld hätte um Flug und Nebenkosten zu finanzieren, muss er laut deutschen Vorschriften noch unzählige andere Dinge wie z.B. einen Deutsch-Test ableisten. Ich kann das einfach nicht verstehen. Warum darf ich als deutsche Staatsbürgerin ohne jegliche Schwierigkeiten nach Ghana einreisen, ein Ghanaer jedoch nicht unter den gleichen Bedingungen nach Deutschland? Ist das gerecht?
Das Wochenende habe ich alleine in Asikuma verbracht. Freitags war Lena noch zu Hause und wir haben mit unserer neuen Mitbewohnerin Judith DVD geschaut und uns für den folgenden Dienstag zum Kochen verabredet. Samstags morgens ist Lena vereist und ich habe die Zeit zum skypen, Filme schauen, lesen und zum Nichtstun genutzt
Montag den 1.11 haben wir dann unsren Plan in die Tat umgesetzt und die Türen der Bücherei geöffnet. Doch leider war der erste Tag das reinste Chaos.
Die erste Büchereistunde hatten wir mit unserer „Lieblingsklasse“ Stage 4. Es war schon eine Kunst die 24 Schüler in den zwei Miniräumen der Bücherei unterzubringen und dann hat der Rest der Stunde auch ganz und gar nicht funktioniert.
Jeder wollte ständig nur sein Buch tauschen, die ersten Seiten wurden eingerissen und keiner hat sich wirklich hingesetzt und gelesen.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass 90 % der Kinder gar nicht richtig lesen können.
Wir haben ihnen zwar fürs erste erlaubt 2 Bücher für 2 Wochen auszuleihen, doch Lena und ich werden das komplette Büchereisystem umstrukturieren.
Mit Klasse 1& 2 werden wir die Bücherei gar nicht erst besuchen, da es einfach zu viele Schüler für die zwei kleinen Räume sind. Wir nehmen dann altersgerechte Bücher mit in die Klassensäle und lesen ihnen aus den Büchern vor.
Von Klasse 3-5 nutzen wir die Zeit in der Bücherei für Leseübungen, das heißt im Klartext: Üben wir man richtig liest!
Wir müssen wirklich bei den Basics beginnen! Nur mit Klasse 6 können wir die Stunde so gestalten, dass sie sich selbstständig ein Buch ihrer Wahl aussuchen, dieses während der Stunde lesen und dann die Möglichkeit haben es auszuleihen.
Ansonsten haben wir auch noch alle Hände voll mit unseren St. Martinsvorbereitungen zu tun. Dazu kommt, dass wir alle Freitagstunden auf die anderen Wochentage verlegen mussten, da wir am Freitag in der Früh nach Accra fahren werden. Unser erstes Wochenende in der Hauptstadt - ich bin gespannt
Dienstags haben wir mit Judith gekocht. Es gab Gardenegg Stew mit Reis, total lecker sag ich euch! Und Judith ist echt eine ganz Liebe. Ich denke, dass wir jetzt öfters was mit ihr unternehmen werden.
Mittwochs sind wir nach Ajumako zum Kochen gefahren. Da die vierer Crew das Wochenende zuvor in Accra war und dies nun für uns auf dem Plan stand, haben wir sie ausgefragt was wie und wo wir auf alle Fälle hingehen sollen. Gegen 7 sind wir dann mit einem Sharetaxi wieder zurück nach Asikuma gefahren. Lena und ich saßen zu zweit auf dem Beifahrersitz und ich hatte das Glück ständig den Schalthebel vom Driver in den Oberschenkel gedrückt zu bekommen!
Donnerstag war dann eher unspektakulär und somit komme ich gleich zum Wochenende.
Es stand endlich mal ein Besuch der Hauptstadt Accra auf dem Plan.
Da an diesem Wochenende sooo viele Eindrücke auf mich eingeprasselt sind, werde ich Accra einen eigenen Blogeintrag widmen.
Sonntag, 24. Oktober 2010
Full House-18.10-24.10
Nun ist es schon wieder Samstagvormittag und ich beginne meinen allwöchentlichen Blogeintrag. Gleich zu Beginn muss ich erwähnen, dass es gar nicht so einfach ist diesen Blog ständig zu aktualisieren, denn ich bin hier einfach dauernd beschäftigtJ
Doch da meine Lieben zu Hause so fleißig meine Berichte lesen, habe ich mich auch heute wieder aufgerafft um ein bisschen was von meinen Eindrücken hier in Ghana zu berichten.
Wo fange ich an? Am besten bei der Schulwoche, denn die verging wieder wie im Flug.
Wir waren viel in der Bücherei, haben Bücher registriert, die Library Box fertig gestellt und und und… Dann war am Freitag noch „Exam Day“ und wir haben von Klasse 3-6 kleine Klassentests in Kunst gemacht. Die Ergebnisse sind leider nicht so der Renner. Pro Klasse waren vielleicht 2-3 Kinder, die die Fragen richtig beantwortet haben. Aber na ja es ist ja nur Kunst…
Wie ich bereits schon berichtet habe, wurden wir von unserem Schulleiter darum gebeten täglich von 15:00-15:30 Uhr in der Schule aufzutauchen, um der stellvertretenden Schulleiterin in der Nusery zu helfen die Kinder umzuziehen, da das für sie alleine nicht zu bewältigen wäre. Leider sieht das Ganze jetzt so aus, dass Lena und ich die Kinder ALLEINE umziehen und sie in der Zeit mit irgendwelchen Leuten aus dem Dorf plaudert!
Generell bin ich der Ansicht, dass der Schultag für die Grundschüler viel zu lang ist. Das muss man sich mal überlegen, in Deutschland haben Grundschüler maximal bis um 13 Uhr Schule und hier müssen die Kleinen bereits um 7 anwesend sein und dürfen erst um halb 4 nach Hause!
Was jedoch positiv zu bemerken ist, ist dass die Schüler dafür zuständig sind das Schulgelände und ihre Klassensäle sauber zu halten. Dadurch achten sie in meinen Augen mehr darauf den Müll nicht einfach liegen zu lassen, sondern ihn gleich in den Mülleimer zu entsorgen.
Das könnten doch die Schulen in Deutschland auch einführen oder?
Denn an meiner alten Schule wurde der Müll, den einige Schüler ohne Acht auf den Boden fallen ließen, immer von den angestellten Putzfrauen beseitigt. So lernt man doch nie Verantwortung für seine Abfallreste zu übernehmen?!
Ich habe mir die Woche mein 2. ghanaisches Kleid schneidern lassen, welches ich nächste Woche Donnerstag abholen kann. Ich bin bereits jetzt schon sooo gespannt wie es aussehen wirdJ Ich habe es jedoch bei einer anderen Schneiderin in Auftrag geben lassen, da ich hier im Ort mehrere austesten möchte um einen guten Vergleich zu bekommen.
Oma, ein Bild mit dem neuen Kleid folgt bald, versprochen!
Außerdem wird Lilli immer größer, da sieht man sie mal eine Woche nicht und schon sieht sie doppelt so groß aus! Unsere Hunde hier sind echt zu cool! Einer von ihnen begleitet mich manchmal in die Schule, zum Postoffice, geht mit mir auf den Markt oder besucht mich in der BüchereiJ
Dienstag auf Mittwochnacht bin ich so richtig erschrocken. Ich wache Mitten in der Nacht auf und höre in unserem Haus fremde Stimmen. Als Lena dann morgens Wäsche gewaschen hat, ist aus der Tür nebenan eine fremde junge Frau gekommen. Ja und das ist unsere neue Mitbewohnerin namens Judith. Wegen ihr bin ich auch nachts erschrocken, denn in Ghana zieht man im dunkeln um. Sie ist in Shelly´s altes Zimmer gezogen und ich glaube, dass sie ganz nett ist, sie ist ziemlich jung und macht in Asikuma ihren Civil Service nach der Uni. Bisher hatten wir aber noch keine Gelegenheit sie näher kennen zu lernen, aber Lena und ich wollen sie die kommende Woche mal zum Kochen einladen!
Ich habe mich jedoch ziemlich über unseren Landlord geärgert, dass er uns nichts von dem Einzug gesagt hat. Als ich ihn darauf angesprochen habe, meinte er nur: „Sie stand einfach nachts bei uns vor der Tür mit ihren gepackten Sachen.“
Ganz bestimmt!
Da das fließende Wasser unseres Landlords momentan nicht geht, unsere Wassertonne jedoch gähnend leer war, mussten Lena und ich am Donnerstag in der Nachmittagshitze einen Haufen Wassereimer aus dem Brunnen holen.
Dabei ist mir dann auch gleich wieder etwas neues aufgefallen. Unser Brunnen steht inmitten einer kleiner „Häusersiedlung“ und mich haben ständig Männer angesprochen, ob sie mir beim Tragen helfen sollen. Das ist zwar im ersten Moment ganz nett und hilfsbereit, doch wäre ich eine ghanaische Frau, hätten sie mich nicht gefragt, ob sie mir helfen sollen.
Dann war dieses Wochenende Festival in Asikuma. Lena und ich hatten erst etwas Angst, ob es überhaupt ansatzweise so sein wird, wie das, das wir bereits in Cape Coast gesehen hatten, denn wir wollten uns vor unseren 5 Gästen (Ko, Simon, Theresa, Lisa und Steffi)ja nicht blamieren. Es war dann aber doch ein schöner Tag und wir haben die ganze Zeit im Ort verbracht (bei viel zu heißem Wetter), beim Umzug mit den ganzen Chiefs zugeschaut und an der Straße gegessen.
Nachmittags ging es dann zu Joe´s Garden (eine schöne Bar bei uns im Ort) und dort sind wir dann geblieben, bis abends gegen 9 die Live Band angefangen hat zu spielen.
Man mag es kaum glauben, aber in unserem kleinen Örtchen war richtig was los!
Es war ein echt schöner Tag!
Insgesamt haben dann 5 Leute bei uns übernachtet (eigentlich haben wir nur knappe 3 Schlafplätze), doch Simon und Ko bekamen um 12 Uhr kein Taxi mehr für nach Ajumako , also „mussten“ sie auch bei uns übernachten und wurden am nächsten Morgen von Lena mit Müsli bedient. Ich bin eigentlich eh davon überzeugt, dass uns immer nur so viele Freiwillige besuchen kommen, weil es bei uns das Müsli und Pfannkuchen mit Schoko und Banane zum Essen gibt ;) (gell Lisa)
Heute Morgen (24.10)habe ich dann eine Mail mit der Nachricht bekommen, dass Mama und Papa mich vom 20.02-5.03 besuchen kommen. Das sind zwar noch etwa 4 Monate, doch ich freue mich so sehr darüber und fange gleich heute an die Tage zu zählen! Wenn mir hier eines bewusst geworden ist, dann wie wichtig mir Familie und Freunde daheim sind und wie sehr ich sie vermisse!
Gerade fahren Simon und Ko wieder nach Hause und die Mädels (Lisa, Theresa, Steffi und Lena) sind gerade in der Stadt unterwegs um Eier und Bananen für die Choco-Banana Pancakes einzukaufen, die wir dann danach zubereiten werden.
Den Rest vom Sonntag, werde ich mit Hausarbeit (ja das ist hier ganz schön viel, vor allem wenn man das ganze Wochenende so viel Besuch hatteJ) und mit skypen verbringen.
Vielleicht schaue ich noch kurz bei Shelly vorbei, da ich ihr versprochen hatte Orangen für sie zu pflücken.
Für nächstes Wochenende habe ich mir vorgenommen alleine hier in Asikuma zu bleiben, denn ich brauche mal etwas Ruhe und Zeit für mich. Dann werde ich den ganzen Tag einfach nur lesen, unnötig im Internet surfen und meinen Gedanken hinterher träumen.
Ich verbringe wirklich gerne und viel Zeit mit meiner kleinen Freiwilligen Familie, doch irgendwie merke ich, dass ein bisschen Zeit mal nur für mich ganz gut wäre!
| die FanIce Süchtigen! |
| v.l.n.r: Steffi,Theresa;Lisa,Lena |
| ein Chief aus unserem District |
| abends in Joe´s Garden |
| und Lilli wächst und wächst! |
| meine süße Maus aus der Nursery |
| auf dem Weg zum Festival bei uns in Asikuma. Ko, ich, Theresa& Steffi |
| der "Ober Chief" |
| ok ich muss noch viel üben, bis das mit dem Tragen richtig klappt;) |
Montag, 18. Oktober 2010
| v.l.n.r: Theresa,Lena Lisa und hinten dran Marten, Johannes und Steffen |
| Familie Krebs am Abend in der "2.Heimat" |
| am Strand von Busua |
| Elmina |
| morgens um kurz nach 6 in Breman Asikuma:) |
| Daniella&ich |
| Stage1 und ihre Drachenfingerpuppen |
| Alaska Beach Resort in Busua |
| Sonnenaufgang |
| zu schön! |
| Lisa und ihr neuer Freund |
| das übliche alltägliche Leid: Handwäsche! |
| DAS Klo;) |
addicted to ghanaian cloth! 10.10-17.10
Es ist schon wieder Donnerstag (14.10.) und ich beginne mit meinem Wochenbericht.
Gerade regnet es aus Strömen, was in unserem schönen Asikuma fast täglich vorkommt. Da laufe ich vorhin in der schwülen Hitze von der Schule nach Hause und innerhalb von ein paar Minuten fängt es so an zu Schütten, dass man das Gefühl hat unter einem Wasserfall zu stehen! Ich befinde mich eben einfach mitten im Regenwald
Während Lena vorm Regenguss verschont blieb, da sie sich gerade das erste Mal beim Frisör die Haare twisten lässt, habe ich wieder mit allen Eimern, die mir zur Verfügung standen, das Regenwasser aufgefangen.
Irgendwie freue ich mich jedes Mal, wenn es so stark regnet, weil wir dann das nervige Wasser holen auf einen oder auch zwei Tage verschieben können
Außerdem ist es nach dem Regen so schön angenehm kühl draußen. Dann mache ich am liebsten einen kleinen Spaziergang durch unser kleines Asikuma und denke mir wie schön es eigentlich ist hier zu sein.
Nun zu meinem Wochenverlauf:
Montags konnten Lena und ich zum ersten Mal das frisch gestrichene Office als Arbeitsraum benutzen, was sehr angenehm war, denn man muss nicht die ganze Zeit aufpassen, dass die Kleinen in der Nursery einem den Stift klauen und auf unseren Kunstmaterialien eifrig rumkritzeln. Ich mag die Rasselbande echt gerne, doch zum Unterricht vorbereiten ist das Office wesentlich komfortabler.
Dann waren wir zwischenzeitlich wieder in der Stadt und haben Projektgeld für Kleber, Kopien, Spitzer, Notizbücher und für die Library Holzbox ausgegeben.
Neben dem Kunstunterricht vorbereiten, sind wir gerade auch dabei die Bücherei zum Laufen zu bringen. Diie hoffentlich Anfang November eingeweiht werden kann und wir dann auch die Library Stunden (die sogar mit in den Stundenplan integriert wurden) übernehmen können.
Nach der Schule haben wir noch kurz Shelly besucht und dann konnten wir uns nicht mehr vorm Wasser fetchen verstecken. Also hieß es „Ran an die Eimer und Wasser schöpfen!“
Dienstags ist eigentlich auch nichts Besonderes passiert. In der Schule fand ein Teachers Meeting statt, bei dem Lena und ich dann mal vorgeschlagen haben, dass doch alle Lehrer das „Catch the Star“-System verwenden könnten, da es bei den Schülern echt gut funktioniert, doch sind wir dabei anscheinend nicht auf Begeisterung gestoßen. Die Lehrer haben dieses Thema gar nicht erst kommentiert und eine Stunde später, hat eine Lehrerin einem Schüler wegen irgendeiner belanglosen Sache auf die Finger mit dem Cain geschlagen.
Nach der Schule besuchten wir mal wieder den Markt. Ich habe mir meinen ersten ghanaischen Stoff gekauft und danach bin ich direkt zur Schneiderin um mir daraus ein Kleid anfertigen zu lassen (alles zusammen kostet gerade mal 7 Euro, für ein maßgeschneidertes Kleid, das muss man sich mal überlegen!).
Mittwoch war dann wieder Kochstunde mit der Ajumako Crew angesagt. Wie ich diese Mittwochabende liebe! Neben Spaghetti mit Käsesauce und als Nachtisch Zuckerrohr haben wir uns die Zeit mit Erzählen, Lachen und Reden vertrieben.
Vom Donnerstag muss ich glaube ich nicht mehr viel berichten. Freitags war dann schon wieder der letzte Schultag und wir konnten unsere Kleider von der Schneiderin abholen. Da ich mich hier absolut in die ghanaischen Stoffe verliebt habe, bin ich gleich danach noch einmal auf den Markt und habe mir 2 neue Stoffe gekauft, aus denen ich mir am Montag 2 Kleider und einen Rock schneidern lasse. Ohje, hoffentlich besitze ich nach dem Jahr noch Geld auf dem Konto, ich kann von den Stoffen momentan gar nicht genug kriegen.
Immer wenn wir durch die Straßen laufen sehe ich einen neuen Stoff an einer Ghanaerin, den ich unbedingt haben will
Wir sind dann um kurz vor halb 4 noch einmal zurück zur Schule um Madam Lisbeth zu helfen die Kleinen von der Nursery umzuziehen und abholbereit zu machen. Doch als wir an der Schule ankamen, waren alle Kinder schon weg und so haben wir den Lehrern nur noch schnell unsere Kleider gezeigt und sind dann gegangen.
Nach der Shoppingtour lud uns Shelly bei sich zu Hause noch zum Fufu essen ein. Den Abend haben wir uns dann ausgeruht bzw. ich habe Mails und diesen Blogeintrag vorgeschrieben.
Und Lena war völlig frustriert, da ihre ganzen Klamotten, Schuhe, Schmuck anfingen zu schimmeln, wegen der hohen Luftfeuchtigkeit. Komischerweise hat bei mir noch nichts angefangen zu schimmeln…
Samstags in der Früh (6:15Uhr) sind wir dann mit gepackten Strand Sachen und einem Lunchpaket für unterwegs, in Richtung Station gelaufen um ein Trotro nach Mankessim zu bekommen. Mankessim liegt von uns aus 45 Minuten entfernt und ist eine sehr hässliche Stadt, die eigentlich nur aus einem großen Markt besteht. Doch von dort aus fahren alle Trotros oder Taxis nach Accra, Takoradi, Kumasi, Cape Coast usw. Aus diesem Grund herrscht dort immer ein buntes Treiben von vielen Verkäufern und Reisenden. Wenn man im Trotro sitzt und wartet bis es voll ist, da der Driver vorher nicht losfährt, kann man sich direkt von seinem Sitzplatz aus alles Mögliche zum Essen oder zum Trinken kaufen. Ich kaufe am liebsten das Schokoladen Yoghurt Eis, oder die süßen Teigbällchen, die wie Berliner schmecken.
Von Mankessim aus haben wir dann ein Trotro nach Takoradi genommen (3 ½ Stunden Fahrt). Auf dieser Strecke durften wir 2 Mal das Trotro wechseln, da das unsere nie voll genug war und wir dann in ein volleres Trotro umsteigen mussten. Ich hoffe ihr versteht, was ich damit sagen will. Die Fahrt war dadurch ziemlich anstrengend, denn kurz vor Busua (unser Strandziel für dieses Wochenende) bricht im Trotro eine große Diskussion unter den anderen ghanaischen Fahrgästen aus. Als ich dann meinen Sitznachbarn gefragt habe, was denn los sei, erklärte er mir, dass der Trotro Fahrer zu viel Geld verlange und sie nicht einsehen, die verlangte Summe zu bezahlen, vor allem weil mehr Leute im Trotro saßen, als eigentlich reinpassen (das kommt hier jedoch immer vor!).
Der Trotro Fahrer hat sich dann irgendwie angegriffen gefühlt. Auf alle Fälle hat er auf der Hälfte der Strecke umgedreht, ist zurück gefahren und hat uns an der Station wieder raus gelassen, ohne einen Cent daran verdient zu haben. Was eine Logik…
Gegen 12 Uhr mittags sind wir dann nach allen anderen (haben uns dort mit den ganzen Cape Freiwilligen getroffen) auch im Alaska Beach Resort eingetroffen.
Den Rest vom Nachmittag waren wir nur faul in der Sonne gelegen. Außer Lena, Marten und Matthias, die haben sich noch Surfbretter ausgeliehen.
Busua scheint ein sehr bekannter Strandort bei Touris zu sein, denn es waren viele Obrunis vor Ort und es gibt sogar eine Surfschule und ein richtiges Luxus Bach Resort (180 Dollar, das DZ/Nacht).
Mir hat unser kleineres Resort echt gut gefallen. Auf einem Bild sieht man auch die Rundhütten. Außerdem liegt es direkt am Strand und wir konnten alle, dank einer zusätzlichen Matratze für umgerechnet 3 Euro in einer Rundhütte übernachten. Als Freiwilliger muss man eben immer die günstigste Variante suchen, die es gibt
Gegen Abend aßen wir dann in der 2. Heimat (ein Restaurant, in dem an den Wänden lauter Grüße von deutschen Touris/Freiwilligen etc. standen), war jedoch nichts Außergewöhnliches. Außerdem haben wir uns noch einen Fruitshake bei „Frank – The Juice Man“ gegönnt. Leider durften wir fast eine Stunde darauf warten! Aber wenn man sich an was in hier schnell gewöhnen sollte, dann ist es das Warten, egal wo wie oder was man macht
Den Rest vom Abend saßen wir alle um ein Lagerfeuer am Strand und haben erzählt, bis es dann gegen 10 (mein Biorhythmus hat sich hier völlig verschoben:6 Uhr aufstehen, 9-10 Uhr abends ins Bett gehen!) ab in die Falle ging!
Am nächsten Morgen bin ich dann als erste um 6 Uhr aufgestanden und habe am Strand super Fotos gemacht! Den Beweis dafür seht ihr ja.
Dann bin ich noch etwas am Strand entlang spaziert und habe es einfach genossen hier zu sein. Das glitzernde Wasser mit der aufgehenden Sonne und dahinter das Fischerdorf Busua, umgeben vom tropischen Regenwald, einfach eine traumhaft schöne Kulisse!
Nach und nach waren dann auch alle anderen wach und Lena und ich haben dann für uns 9 Personen bei Daniel – „The Pancake Man“, Pfannkuchen mit Schoko und Banane bestellt.
Nach dem Frühstück ging es noch einmal ins Meer, dann wurde geduscht, um gegen 10 Uhr wieder die Heimreise anzutreten.
Um 16 Uhr waren wir dann wieder in unserer Ruhe- und Wohlfühloase, oder auch Breman Asikuma genannt, angekommen. Den Rest vom Abend habe ich dann nur noch im Internet und mit Skypen verbracht.
Es war zwar ein sehr schönes Wochenende und Busua ist auch ganz nett, doch in meinen Augen genügt es bei uns hier in der Central Region an den Strand zu fahren. Denn 5 Stunden Fahrt sind doch sehr anstrengend und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Strände bei uns sauberer sind, als die in Busua.
Dennoch hat sich der Ausflug gelohnt und es war schön Matthias, Johannes, Steffen, Lisa, Marten, Theresa und Vicktor wieder gesehen zu haben
Nächstes Wochenende werden wir hier in Asikuma bleiben, da bei uns ein Festival stattfindet. Ein Festival hier in Ghana könnte man irgendwie mit einem Umzug vergleichen und gleichzeitig auch wieder nicht, da es völlig einzigartig ist! Die Menschen rennen singend und mit ihren Trommeln oder anderen Instrumenten durch die Straßen und verbreiten gute Laune. Das ganze Dorfleben findet dann auf der Straße statt!
Aus diesem Grund freue ich mich sehr auf das kommende Wochenende und wir werden wieder Besuch von Lisa aus Cape Coast bekommen und die Ajumako Crew schaut sich das bunte Treiben wahrscheinlich auch mit an
Gerade regnet es aus Strömen, was in unserem schönen Asikuma fast täglich vorkommt. Da laufe ich vorhin in der schwülen Hitze von der Schule nach Hause und innerhalb von ein paar Minuten fängt es so an zu Schütten, dass man das Gefühl hat unter einem Wasserfall zu stehen! Ich befinde mich eben einfach mitten im Regenwald
Während Lena vorm Regenguss verschont blieb, da sie sich gerade das erste Mal beim Frisör die Haare twisten lässt, habe ich wieder mit allen Eimern, die mir zur Verfügung standen, das Regenwasser aufgefangen.
Irgendwie freue ich mich jedes Mal, wenn es so stark regnet, weil wir dann das nervige Wasser holen auf einen oder auch zwei Tage verschieben können
Außerdem ist es nach dem Regen so schön angenehm kühl draußen. Dann mache ich am liebsten einen kleinen Spaziergang durch unser kleines Asikuma und denke mir wie schön es eigentlich ist hier zu sein.
Nun zu meinem Wochenverlauf:
Montags konnten Lena und ich zum ersten Mal das frisch gestrichene Office als Arbeitsraum benutzen, was sehr angenehm war, denn man muss nicht die ganze Zeit aufpassen, dass die Kleinen in der Nursery einem den Stift klauen und auf unseren Kunstmaterialien eifrig rumkritzeln. Ich mag die Rasselbande echt gerne, doch zum Unterricht vorbereiten ist das Office wesentlich komfortabler.
Dann waren wir zwischenzeitlich wieder in der Stadt und haben Projektgeld für Kleber, Kopien, Spitzer, Notizbücher und für die Library Holzbox ausgegeben.
Neben dem Kunstunterricht vorbereiten, sind wir gerade auch dabei die Bücherei zum Laufen zu bringen. Diie hoffentlich Anfang November eingeweiht werden kann und wir dann auch die Library Stunden (die sogar mit in den Stundenplan integriert wurden) übernehmen können.
Nach der Schule haben wir noch kurz Shelly besucht und dann konnten wir uns nicht mehr vorm Wasser fetchen verstecken. Also hieß es „Ran an die Eimer und Wasser schöpfen!“
Dienstags ist eigentlich auch nichts Besonderes passiert. In der Schule fand ein Teachers Meeting statt, bei dem Lena und ich dann mal vorgeschlagen haben, dass doch alle Lehrer das „Catch the Star“-System verwenden könnten, da es bei den Schülern echt gut funktioniert, doch sind wir dabei anscheinend nicht auf Begeisterung gestoßen. Die Lehrer haben dieses Thema gar nicht erst kommentiert und eine Stunde später, hat eine Lehrerin einem Schüler wegen irgendeiner belanglosen Sache auf die Finger mit dem Cain geschlagen.
Nach der Schule besuchten wir mal wieder den Markt. Ich habe mir meinen ersten ghanaischen Stoff gekauft und danach bin ich direkt zur Schneiderin um mir daraus ein Kleid anfertigen zu lassen (alles zusammen kostet gerade mal 7 Euro, für ein maßgeschneidertes Kleid, das muss man sich mal überlegen!).
Mittwoch war dann wieder Kochstunde mit der Ajumako Crew angesagt. Wie ich diese Mittwochabende liebe! Neben Spaghetti mit Käsesauce und als Nachtisch Zuckerrohr haben wir uns die Zeit mit Erzählen, Lachen und Reden vertrieben.
Vom Donnerstag muss ich glaube ich nicht mehr viel berichten. Freitags war dann schon wieder der letzte Schultag und wir konnten unsere Kleider von der Schneiderin abholen. Da ich mich hier absolut in die ghanaischen Stoffe verliebt habe, bin ich gleich danach noch einmal auf den Markt und habe mir 2 neue Stoffe gekauft, aus denen ich mir am Montag 2 Kleider und einen Rock schneidern lasse. Ohje, hoffentlich besitze ich nach dem Jahr noch Geld auf dem Konto, ich kann von den Stoffen momentan gar nicht genug kriegen.
Immer wenn wir durch die Straßen laufen sehe ich einen neuen Stoff an einer Ghanaerin, den ich unbedingt haben will
Wir sind dann um kurz vor halb 4 noch einmal zurück zur Schule um Madam Lisbeth zu helfen die Kleinen von der Nursery umzuziehen und abholbereit zu machen. Doch als wir an der Schule ankamen, waren alle Kinder schon weg und so haben wir den Lehrern nur noch schnell unsere Kleider gezeigt und sind dann gegangen.
Nach der Shoppingtour lud uns Shelly bei sich zu Hause noch zum Fufu essen ein. Den Abend haben wir uns dann ausgeruht bzw. ich habe Mails und diesen Blogeintrag vorgeschrieben.
Und Lena war völlig frustriert, da ihre ganzen Klamotten, Schuhe, Schmuck anfingen zu schimmeln, wegen der hohen Luftfeuchtigkeit. Komischerweise hat bei mir noch nichts angefangen zu schimmeln…
Samstags in der Früh (6:15Uhr) sind wir dann mit gepackten Strand Sachen und einem Lunchpaket für unterwegs, in Richtung Station gelaufen um ein Trotro nach Mankessim zu bekommen. Mankessim liegt von uns aus 45 Minuten entfernt und ist eine sehr hässliche Stadt, die eigentlich nur aus einem großen Markt besteht. Doch von dort aus fahren alle Trotros oder Taxis nach Accra, Takoradi, Kumasi, Cape Coast usw. Aus diesem Grund herrscht dort immer ein buntes Treiben von vielen Verkäufern und Reisenden. Wenn man im Trotro sitzt und wartet bis es voll ist, da der Driver vorher nicht losfährt, kann man sich direkt von seinem Sitzplatz aus alles Mögliche zum Essen oder zum Trinken kaufen. Ich kaufe am liebsten das Schokoladen Yoghurt Eis, oder die süßen Teigbällchen, die wie Berliner schmecken.
Von Mankessim aus haben wir dann ein Trotro nach Takoradi genommen (3 ½ Stunden Fahrt). Auf dieser Strecke durften wir 2 Mal das Trotro wechseln, da das unsere nie voll genug war und wir dann in ein volleres Trotro umsteigen mussten. Ich hoffe ihr versteht, was ich damit sagen will. Die Fahrt war dadurch ziemlich anstrengend, denn kurz vor Busua (unser Strandziel für dieses Wochenende) bricht im Trotro eine große Diskussion unter den anderen ghanaischen Fahrgästen aus. Als ich dann meinen Sitznachbarn gefragt habe, was denn los sei, erklärte er mir, dass der Trotro Fahrer zu viel Geld verlange und sie nicht einsehen, die verlangte Summe zu bezahlen, vor allem weil mehr Leute im Trotro saßen, als eigentlich reinpassen (das kommt hier jedoch immer vor!).
Der Trotro Fahrer hat sich dann irgendwie angegriffen gefühlt. Auf alle Fälle hat er auf der Hälfte der Strecke umgedreht, ist zurück gefahren und hat uns an der Station wieder raus gelassen, ohne einen Cent daran verdient zu haben. Was eine Logik…
Gegen 12 Uhr mittags sind wir dann nach allen anderen (haben uns dort mit den ganzen Cape Freiwilligen getroffen) auch im Alaska Beach Resort eingetroffen.
Den Rest vom Nachmittag waren wir nur faul in der Sonne gelegen. Außer Lena, Marten und Matthias, die haben sich noch Surfbretter ausgeliehen.
Busua scheint ein sehr bekannter Strandort bei Touris zu sein, denn es waren viele Obrunis vor Ort und es gibt sogar eine Surfschule und ein richtiges Luxus Bach Resort (180 Dollar, das DZ/Nacht).
Mir hat unser kleineres Resort echt gut gefallen. Auf einem Bild sieht man auch die Rundhütten. Außerdem liegt es direkt am Strand und wir konnten alle, dank einer zusätzlichen Matratze für umgerechnet 3 Euro in einer Rundhütte übernachten. Als Freiwilliger muss man eben immer die günstigste Variante suchen, die es gibt
Gegen Abend aßen wir dann in der 2. Heimat (ein Restaurant, in dem an den Wänden lauter Grüße von deutschen Touris/Freiwilligen etc. standen), war jedoch nichts Außergewöhnliches. Außerdem haben wir uns noch einen Fruitshake bei „Frank – The Juice Man“ gegönnt. Leider durften wir fast eine Stunde darauf warten! Aber wenn man sich an was in hier schnell gewöhnen sollte, dann ist es das Warten, egal wo wie oder was man macht
Den Rest vom Abend saßen wir alle um ein Lagerfeuer am Strand und haben erzählt, bis es dann gegen 10 (mein Biorhythmus hat sich hier völlig verschoben:6 Uhr aufstehen, 9-10 Uhr abends ins Bett gehen!) ab in die Falle ging!
Am nächsten Morgen bin ich dann als erste um 6 Uhr aufgestanden und habe am Strand super Fotos gemacht! Den Beweis dafür seht ihr ja.
Dann bin ich noch etwas am Strand entlang spaziert und habe es einfach genossen hier zu sein. Das glitzernde Wasser mit der aufgehenden Sonne und dahinter das Fischerdorf Busua, umgeben vom tropischen Regenwald, einfach eine traumhaft schöne Kulisse!
Nach und nach waren dann auch alle anderen wach und Lena und ich haben dann für uns 9 Personen bei Daniel – „The Pancake Man“, Pfannkuchen mit Schoko und Banane bestellt.
Nach dem Frühstück ging es noch einmal ins Meer, dann wurde geduscht, um gegen 10 Uhr wieder die Heimreise anzutreten.
Um 16 Uhr waren wir dann wieder in unserer Ruhe- und Wohlfühloase, oder auch Breman Asikuma genannt, angekommen. Den Rest vom Abend habe ich dann nur noch im Internet und mit Skypen verbracht.
Es war zwar ein sehr schönes Wochenende und Busua ist auch ganz nett, doch in meinen Augen genügt es bei uns hier in der Central Region an den Strand zu fahren. Denn 5 Stunden Fahrt sind doch sehr anstrengend und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Strände bei uns sauberer sind, als die in Busua.
Dennoch hat sich der Ausflug gelohnt und es war schön Matthias, Johannes, Steffen, Lisa, Marten, Theresa und Vicktor wieder gesehen zu haben
Nächstes Wochenende werden wir hier in Asikuma bleiben, da bei uns ein Festival stattfindet. Ein Festival hier in Ghana könnte man irgendwie mit einem Umzug vergleichen und gleichzeitig auch wieder nicht, da es völlig einzigartig ist! Die Menschen rennen singend und mit ihren Trommeln oder anderen Instrumenten durch die Straßen und verbreiten gute Laune. Das ganze Dorfleben findet dann auf der Straße statt!
Aus diesem Grund freue ich mich sehr auf das kommende Wochenende und wir werden wieder Besuch von Lisa aus Cape Coast bekommen und die Ajumako Crew schaut sich das bunte Treiben wahrscheinlich auch mit an
Samstag, 9. Oktober 2010
Der etwas andere Blogeintrag
Wenn ich an Ghana denke, kommen mir diese Dinge in den Sinn:
- Trotro
- Yam
- Fufu
- Breman Asikuma
- Bananenstauden
- täglich wasserfallähnliche Regengüsse
- schwüle Hitze
- die wunderschönen Stoffe
- „Share Taxi ?!-No Dropping!“
- Teabread
- Groundnutpaste
- Unser weltbestes Müsli
- Unsere Ghanaplaylist: Jack Johnson, Tracy Chapman, Jamaram, Patrice, Paolo
Nutini, The XX & Juli
- Ameisen
- Meer und Strand
- Die Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit der Menschen
- Unsere allerliebste Shirley
- Pepper
- Wurstspieße
- Der Geruch von dem Fisch hier
- Die alten Marktfrauen
- Generell die fleißigen Frauen, die ihre mindestens 20kg schweren Waren auf
dem Kopf transportieren
- Unsere Kids von der Happy Child School
- Destiny, die mich bis zu Schule und durch die Stadt begleitet und natürlich
Lilli, die zwei tollsten Hunde der Welt
- Das Wort Obruni
- FanIce
- Wasser aus Plastikbeuteln, vor allem wenn die Verkäufer an den Trotro
Stationen schreien: „Peeeerwater!!!“
- Der tägliche Besuch der Postoffice
- Malaria-Krankenhaus
- Streichen (unsere absolute Lieblings-& Hauptbeschäftigung hier in Ghana)
- Die allabendlichen Krötenkonzerte
- Unsere sympathische Bananenfrau
- Erdnüsse&Teigbällchen
- Kutumbre Blätter
- Viel Geduld
- Improvisation (da darf man auch schon mal im Kofferraum des Taxis mitfahren)
- God bless you/ Nyame n´adom oder eben einfach der starke Glaube der
Menschen hier
- Mango Tree
- Schlaglöcher
- Eimerdusche
- Die vielen Frisörläden hier, bei denen man sich die tollste Frisuren machen
lassen kann
- Funuerals
- Kochen mit der Ajumako Crew
- Fliegen
- Der Geruch von frittierten Plantain, Fisch & Nüssen
- Dass man hier seine linke Hand so gut wie nie benutzen darf (für mich als
Linkshänder anfänglich etwas schwierig, doch mittlerweile klappt es ganz
gut)
- Dass hier das Erscheinungsbild sehr wichtig ist! Alles wird gebügelt und
man läuft nicht freizügig durch die Gegend.
- Die großen Eidechsen
- „Good morning, good afternoon, good evening – How are you?“
- Markttage
- Chop Bars & Drinking Spots mit immer viiiiiel zu lauter Musik, sodass man
sich kaum unterhalten kann
- Tangotanzende Mäuse auf dem Dach
- Spinnen & Holzwürmer
- Fehlende Tachoanzeige im Taxi
- Orangen
- Tausend verschiedene Sprachen
- Die 7 Tagesnamen (ich bin donnerstags geboren, also ist meine Name Ya)
- Trotro
- Yam
- Fufu
- Breman Asikuma
- Bananenstauden
- täglich wasserfallähnliche Regengüsse
- schwüle Hitze
- die wunderschönen Stoffe
- „Share Taxi ?!-No Dropping!“
- Teabread
- Groundnutpaste
- Unser weltbestes Müsli
- Unsere Ghanaplaylist: Jack Johnson, Tracy Chapman, Jamaram, Patrice, Paolo
Nutini, The XX & Juli
- Ameisen
- Meer und Strand
- Die Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit der Menschen
- Unsere allerliebste Shirley
- Pepper
- Wurstspieße
- Der Geruch von dem Fisch hier
- Die alten Marktfrauen
- Generell die fleißigen Frauen, die ihre mindestens 20kg schweren Waren auf
dem Kopf transportieren
- Unsere Kids von der Happy Child School
- Destiny, die mich bis zu Schule und durch die Stadt begleitet und natürlich
Lilli, die zwei tollsten Hunde der Welt
- Das Wort Obruni
- FanIce
- Wasser aus Plastikbeuteln, vor allem wenn die Verkäufer an den Trotro
Stationen schreien: „Peeeerwater!!!“
- Der tägliche Besuch der Postoffice
- Malaria-Krankenhaus
- Streichen (unsere absolute Lieblings-& Hauptbeschäftigung hier in Ghana)
- Die allabendlichen Krötenkonzerte
- Unsere sympathische Bananenfrau
- Erdnüsse&Teigbällchen
- Kutumbre Blätter
- Viel Geduld
- Improvisation (da darf man auch schon mal im Kofferraum des Taxis mitfahren)
- God bless you/ Nyame n´adom oder eben einfach der starke Glaube der
Menschen hier
- Mango Tree
- Schlaglöcher
- Eimerdusche
- Die vielen Frisörläden hier, bei denen man sich die tollste Frisuren machen
lassen kann
- Funuerals
- Kochen mit der Ajumako Crew
- Fliegen
- Der Geruch von frittierten Plantain, Fisch & Nüssen
- Dass man hier seine linke Hand so gut wie nie benutzen darf (für mich als
Linkshänder anfänglich etwas schwierig, doch mittlerweile klappt es ganz
gut)
- Dass hier das Erscheinungsbild sehr wichtig ist! Alles wird gebügelt und
man läuft nicht freizügig durch die Gegend.
- Die großen Eidechsen
- „Good morning, good afternoon, good evening – How are you?“
- Markttage
- Chop Bars & Drinking Spots mit immer viiiiiel zu lauter Musik, sodass man
sich kaum unterhalten kann
- Tangotanzende Mäuse auf dem Dach
- Spinnen & Holzwürmer
- Fehlende Tachoanzeige im Taxi
- Orangen
- Tausend verschiedene Sprachen
- Die 7 Tagesnamen (ich bin donnerstags geboren, also ist meine Name Ya)
Mein ghanaischer Alltagstrott -02.10.-9.10.
Ob ihr mir es glaubt oder nicht, so langsam stellt sich auch bei mir hier der Alltag ein. Auch wenn ich täglich an zu Hause denke und mir es immer noch so unvorstellbar vorkommt ein Jahr hier zu leben, fange ich an mich mit allem zu arrangieren.
Man glaubt es kaum, aber die Zeit geht irgendwie schnell rum, da hat die Woche gerade erst begonnen und ist morgen schon wieder zu EndeJ
Außerdem haben Lena und ich heute herausgefunden, dass es (nur) noch 9 Wochen bis zu den Weihnachtsferien sind und dann noch mal 8 Wochen bis mich Mama und Papa besuchen kommen! YEAH!!!
Nach dem schönen Strandwochenende und den etwas stressigeren Besorgungen in Cape, haben Lena und ich uns einen gemütlichen Sonntag in Asikuma gegönnt. Ok, in der Früh mussten wir leider dringend Wäsche waschen, aber den Rest vom Tag haben wir gelesen, gekocht und mussten noch nicht mal mehr Wasser holen, da es gegen Abend aus Strömen geregnet hat und wir Füchse dann einfach unsere Tonne mit Regenwasser gefüllt habenJ
Mit dem Regen kam dann auch wieder der Stromausfall und wir haben dann bei Kerzenlicht zu Abend gegessen- es gibt doch echt schlimmeres als sein Wochenende bei Kerzenlicht und einem guten Buch ausklingen zu lassen!
Montags ist dann etwas völlig unglaubliches passiert: Es ist doch tatsächlich unsere Post angekommen und wir haben schon gedacht, dass unsere Postbox nicht mehr existiert oder so:-
D Ich bedanke mich hiermit bei Oma für die Lachgummis, Gummibärchen, Erdnüsse und die liebe Karte; bei Mama für die Bücher und meine etwas verspätete Geburtstagskarte und bei Opa für den Brief! Das ist mein Highlight der kompletten Woche! Ich hab sogar extra Beweisfotos geknipst.
Tja und eigentlich waren wir auch noch mit dem Proprietor unserer Schule für ein meeting verabredet, doch er hat sich leider nicht blicken lassen.
Nach der Schule so gegen 14 Uhr haben wir dann noch Shirley und ihrer White Lady einen Besuch abgestattet. Am Abend haben Lena und ich uns noch was Schönes gekocht und dabei Musik gehört. Nach dem Jahr kann ich glaube ich alle Lieder von Jack Johnsson, Jamaram, Patrice, The XX und Tracy Chapman in und auswendig! Das ist nämlich unsere absolute Lieblingsplaylist;)
Wobei die ghanaischen Hits auch ziemlich Ohrwurm verdächtig sind!
Dienstags haben wir vormittags das Office fertig gestrichen und einen Teppich für den Boden gekauft. Als wir dann unserer stellvertretenden Schulleiterin den Raum gezeigt haben, schien sie eher weniger überzeugt und kommentierte nur, dass es doch viel besser wäre, wenn wir mit einer anderen Farbe noch einmal drüber streichen könnten.
Oh man, die ist echt so komisch! Wir haben zwei Wochen damit verbracht diesen völlig vermüllten und verdreckten Raum auszumisten und zu renovieren und das einzige was ihr dazu einfällt ist, dass ihr die Farbe nicht gefällt! Ein kleines Dankeschön, dass wir die Farbe und den Teppich von unserem Projektgeld gekauft haben ist dabei nicht gefallen. Mich ärgert das total, dass sie alles was wir machen als selbstverständlich sieht.
Achja und wegen dem früher nach Hause gehen hat sie sich auch schon wieder bei uns beschwert. Ich glaube, dass ich in meinem letzten Blogeintrag erwähnt hatte, dass wir mit unseren beiden Mentorinnen abgesprochen haben, dass es völlig ausreichend ist von 7:15-14:00 Uhr in der Schule zu bleiben und nicht bis 15:30.
Das haben wir dann der stellvertretenden Schulleiterin erklärt, aber ich glaube sie hat uns auch nicht so richtig verstanden, sie spricht nicht so gutes Englisch. Auf alle Fälle meinte sie dienstags zu uns, dass wir doch bitte immer bis zum Schluss in der Schule bleiben sollen und dass es nicht gut aussieht, wenn wir zwei die Schule früher verlassen.
Nach dem Kommentar lag unsere Stimmung zwar ziemlich am Tiefpunkt, doch wir sind dann trotzdem noch nach Agona Swedru gefahren um unsere Post abzuschicken, Briefmarken zu kaufen, unser Problem mit dem Internetstick zu klären und um bei Malcom (dem einzigen Supermarkt bei uns in „nächster“ Nähe ) einzukaufen. Zum ersten Mal haben wir wirklich ALLES bekommen was wir wollten und haben dazu noch jede Menge Obrunis von anderen Organisationen getroffen. Auch wenn die Fahrt nach Swedru dank der eingestürzten Brücke und den vielen Schlaglöchern etwas abenteuerlich war, haben Lena und ich beschlossen öfters hinzufahren, da die Stadt einen schönen Markt zum Stoffe kaufen hat und man eine größere Auswahl an Lebensmitteln hat!
Gegen 18 Uhr waren wir dann wieder in Asikuma, haben uns noch 2 Wurstspieße gegönnt, danach besuchten wir noch kurz Shirley und sind dann auch schon wieder tot ins Bett gefallen!
Mittwochs fand dann unser 2 wöchentliches Treffen mit dem Proprietor unserer Schule statt. Bei dem Gespräch ist mir aufgefallen, dass er irgendwie ein sehr sprunghafter Mensch ist. Denn er will nach nur 4 Wochen Schule den Stundenplan wieder ändern (wir haben uns die Arbeit mit den Stundenplanplakaten somit umsonst gemachtL), dann ist ihm die Bücherei auf einmal doch wichtig und er will, dass wir sie so schnell wie möglich eröffnen. Dann wird das Office doch nicht zum Lehrerzimmer, da er Angst hat, dass Sachen geklaut werden könnten. Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass ihm die Sache mit 14 Uhr nach Hause gehen nicht gepasst hat, denn wir haben ihn während des Gesprächs zweimal darauf angesprochen und er ist der Frage immer ausgewichen.
Da uns unsere Mentorinnen dafür jedoch grünes Licht gegeben haben, mache ich mir darüber keine Gedanken mehr.
Am späten Nachmittag sind wir mal wieder zu Ko, Annette, Torben und Marie nach Ajumako zum Kochen gefahren und es war wie jede Woche super schön & natürlich sehr leckerJ
Donnerstags ist irgendwie nichts Aufregendes passiert. Wir waren in der Schule und waren danach irgendwie so k. O, dass wir uns nur noch ausgeruht haben. Leider hat sich Lena eine Erkältung eingefangen.
Freitags bin ich dann allein in die Schule, da es Lena nicht besser ging. In meiner Pause habe ich mich dann in Begleitung einer der Hunde unseres Landlords (der ist mit mir echt durch die ganze Stadt bis nach Hause gefolgt und manchmal begleitet er uns auch bis zur Schule) auf den Weg zum Postoffice und auf den Markt zum Essen einkaufen gemacht.
Und tatsächlich war schon wieder Post für mich in der BoxJ Jochen hat mir einen USB Stick + Brief geschickt mit 54 Ordnern. Jede Woche darf ich einen neuen Ordner öffnen, in dem dann immer eine kleine Überraschung auf mich wartet. Das war wieder das Highlight des Tages!
Nach der Schule haben Lena und ich dann Yambratlinge zubereitet (wie Kartoffelröstis nur mit ghanaischen Lebensmitteln). Die waren zwar nicht schlecht, doch für den Aufwand von 2 Stunden haben sie sich nicht gelohnt!
Der geplante Besuch des Kakum Nationalparks wird wohl auch eher flach fallen. Wobei ich das nicht schlimm finde, denn wir sind ein Jahr hier und werden noch sooo viele Möglichkeiten haben dort hin zu fahrenJ
Heute (Samstag 9.10) wollte ich erst mit der Ajumako Crew an den Strand, doch ich bleibe nun doch lieber hier in Asikuma und nutze meine freie Zeit zum Lesen. Außerdem finde ich es auch blöd Lena alleine hier zu lassen. Nachmittags werden wir Shirley besuchen gehen, dann vielleicht noch durch Asikuma schlendern und heute Abend schaue ich das Dschungelbuch, das Jochens Überraschung der 2. Ghana Woche war.
Langweilig wird es mir hier auf alle Fälle nieJ
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